72 Std. Aktion: Second Hand Kleiderverkauf organisieren, dessen Erlös der Northeimer Tafel zu gute kommt.

17.04.2008 um 17.04 Uhr

 

HNA Bericht vom 23.04.2008:

Kleider im Tempo-Basar

Katholische Jugend hat bei 72-Stunden-Aktion 638 Euro eingenommen

(weitere Fotos am Ende des Artikels!!!)

Northeim. Nur 72 Stunden -mehr Zeit hatten die 40 Jugendlichen der katholischen Gemeinde St. Marien Northeim nicht, um einen Kleidermarkt für die Aktion des Bundes der katholischen Jugend auf die Beine zu stellen. Das haben sie geschafft und unterm Strich 638 Euro eingenommen.

Ein Ergebnis, von dem selbst Pfarrer Franz Kurth nicht geträumt hat. Er hätte mit gerade mal der Hälfte gerechnet. Umso stolzer war er auf die Jugendlichen. "Ihr habt alle richtig hart gearbeitet", sagte er anerkennend. Das Geld geht zur Hälfte an die Northeimer Tafel und die Caritas.
Den Fleiß zeigte ein Blick ins Gemeindehaus: Auf den Tischen türmten sich hunderte von Hosen, Jacken, Pullovern und Schuhen für Damen, Herren, Kinder und Senioren. Dabei war das, was im Gemeindehaus zu sehen war, erst die Spitze des Eisberges: Im Keller liegen noch mehr Kleidungsstücke - diese gehen an die Caritas.
Dabei haben die Jugendlichen in den 72 Stunden mehr getan als "nur" Kleider gesammelt und Tische hingestellt: Auch Spiegel und Umkleidekabinen standen den Besuchern zur Verfügung. Die Kabinen hatten die Helfer aus Dachlatten und Vorhängen gebaut. Das honorierte auch Bürgermeister Harald Kühle, der Schirmherr des Kleidermarkts: "Ihr habt alles, was ein richtiges Geschäft ausmacht." Den Einsatz der Jugendlichen, die unter anderem Hilfe von den Northeimer Pfadfindern bekamen, bewunderte auch Bischof Norbert Trelle, Schirmherr der gesamten 72-Stunden-Aktion: Er beteiligte sich bei seinem Besuch sogar am Aussortieren der Kleidungsstücke.

Bischof bringt Bier

Von ihm gab es auch ein paar Flaschen Bier als Geschenk. Die reichte Pfarrer Kurth gleich an Bürgermeister Kühle weiter, der sie prompt zurückgab, als Geschenk an die (erwachsenen) Helfer. Am Ende durfte der Bürgermeister schließlich noch den Kuchen anschneiden, den die Jugendlichen eigens für die Aktion gebacken hatten und den eine 72 zierte. Nach 72 Stunden Planen, Organisieren und Verkaufen war den Jugendlichen die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben, aber auch die Freude. Und der Hunger: Da kam die Grillfeier vor dem Gemeindehaus am Ende der Aktion gerade recht. (mi)

 

Fotos:

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